Autounfall

Erste Hilfe nach einem Verkehrsunfall

  • Am Unfallort Beweise sichern (Lichtbilder der Fahrzeuge in Endposition, z. B. mit dem Smartphone, Zeugen suchen etc.)
  • Nehmen Sie keinen Kontakt zur gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung auf
  • Telefonieren Sie nicht mit der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung
  • Geben Sie keine eigene Stellungnahme ab, z. B. zum Unfallhergang!
  • Nehmen Sie unverzüglich Kontakt zu uns auf (telefonisch, per E-Mail oder mit unserem Anfragetool)
  • Wir beraten Sie gerne.

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Bei mehr als zwei Millionen Autounfällen jährlich in Deutschland im Straßenverkehr, mehreren tausend getöteten Personen sowie mehreren hunderttausend Verletzten stellt die Unfallregulierung üblicherweise die Hauptarbeit des Fachanwalts für Verkehrsrecht dar.

Hierbei gibt es zunächst einmal zu unterscheiden Unfälle mit Sachschäden, Personenschäden oder mit Todesfällen. Je nach Einordnung ergeben sich unterschiedlichste weitergehende Ansprüche und Problemkreise:

Sachschaden

  • Reparaturkosten, konkrete Abrechnung oder fiktive nach Gutachten, Bewertung verschiedener Kürzungsmöglichkeiten der Versicherung,
  • Wiederbeschaffungsaufwand beim wirtschaftlichen Totalschaden, Restwertproblematik,
  • Mehrwertsteuer,
  • Sachverständigenkosten,
  • Wertminderung,
  • Mietwagenkosten,
  • Nutzungsausfall,
  • Abschleppkosten,
  • Entsorgungskosten,
  • An- und Abmeldekosten,
  • Kostenpauschale,
  • sonstige Schäden – Standgebühren, Finanzierung, Kaskoselbstbehalt, Schadensfreiheitsrabatt, Höherstufungsschaden, Kleidung, Gepäck ...

Personenschaden

  • Schmerzensgeld,
  • bei dauerhafter Beeinträchtigung Rente, vermehrte Bedürfnisse, Umschulung,
  • verhinderter Erwerbsschaden,
  • Verdienstausfall,
  • Haushaltsführungsschaden,
  • Arztkosten,
  • Heilbehandlungskosten,
  • bei tödlichem Verkehrsunfall Hinterbliebenenrente, Sterbekosten,
  • Abfindungserklärung,
  • Unfallversicherung,
  • und und und.

Welche Ansprüche der Unfallgeschädigte nach einem Autounfall hat, ist immer unterschiedlich zu beurteilen, weicht jedoch nahezu immer von dem ab, was die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers zu bezahlen bereit ist.

Insofern ist wichtig zu wissen, dass dann, wenn man unverschuldet in den Autounfall verwickelt ist, die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers den Rechtsanwalt des Geschädigten, mithin die Anwaltskosten, zu bezahlen hat.

Es gilt den Autounfall schnell, allumfassend und reibungslos zu regulieren.

Das Wichtigste vorneweg:

Telefonieren Sie niemals mit der Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers. 

Diese versucht in aller Regel im Rahmen des sogenannten aktiven Schadenmanagements den Unfall zu beeinflussen, die Schäden im Sinne der regulierenden Haftpflichtversicherung gering zu halten, was in der Regel zur Folge hat, dass Sie nicht das erhalten werden, was Ihnen grundsätzlich rechtlich zusteht.

Es ist nicht erforderlich, mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung, mithin der des Unfallverursachers, persönlich zu telefonieren. Es ist nicht von Interesse, ob der Unfallgegner den Schaden dort bereits gemeldet hat oder abzufragen, ob bereits eine Schadennummer existiert oder ähnliches.

Die Korrespondenz mit der gegnerischen Haftpflichtversicherung sollte ausschließlich von Ihrem Rechtsanwalt geführt werden, gleichwohl mit welchem Kommunikationsmittel.

Der Anwalt ist Ihr Ansprechpartner für all Ihre Fragen juristischer Art. Sollten solche technischer Art hinzutreten ist in der Regel der Kfz-Sachverständige oder die Werkstatt Ihr Ansprechpartner, in keinem Fall jedoch die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung.

Wenn Sie diese Grundregel beachten, werden Sie das Maximum erhalten, mithin das, was Ihnen rein rechtlich von Gesetzes wegen und Rechtsprechung zusteht.