Erste Hilfe nach einem Verkehrsunfall

  1. Dem Geschädigten steht zur Beweissicherung und Feststellung vom Schadenumfang und Schadenhöhe grundsätzlich ein Sachverständiger seiner Wahl zu.
    Die Gutachterkosten sind grundsätzlich erstattungspflichtig, lediglich bei einem Schaden von unter ca. 800,00 € sollte ein Kostenvoranschlag einer Fachwerkstatt eingeholt werden. 
  2. Der Sachverständige sollte selbst gewählt und, niemals über die gegnerische Versicherung in Anspruch genommen werden. Selbstverständlich können wir hier auf Wunsch Empfehlungen aussprechen. 
  3. Nur ein Sachverständiger ermittelt für Sie eine eventuell anfallende Wertminderung. Diese wird im Rahmen eines Kostenvoranschlages nicht ermittelt. 
  4. Sie haben das Recht Ihren Pkw bei Ihrer Vertrauenswerkstatt (Fachwerkstatt) reparieren zu lassen. 
  5. Eine von der Versicherung empfohlene Werkstatt müssen Sie nicht in Anspruch nehmen. 
  6. Sollte es sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden handeln, ist der Verkauf des verunfallten Pkws mindestens zum im Sachverständigengutachten angegebenen Restwert zu klären, dies dann sehr zeitnah nach Vorlage um z. B. Standgeldkosten bei Werkstätten und Abschleppunternehmer in erstattungsfähigem Zeitraum zu halten. 
  1. Sollten Sie während der Reparatur oder der Wiederbeschaffung eines Ersatzfahrzeuges einen Mietwagen benötigen, sind die Kosten grundsätzlich von der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners zu erstatten. Voraussetzung ist, dass der verunfallte Pkw nicht fahrbereit und verkehrssicher ist. Dies wiederum stellt der Sachverständige in seinem Gutachten fest. 
  2. Sollten Sie bei dem Verkehrsunfall verletzt worden sein, suchen Sie zeitnah, d. h. spätestens innerhalb von drei Tagen einen Arzt auf um die unfallbedingten Verletzungen dokumentieren zu lassen. Dies ist Voraussetzung für die spätere Geltendmachung von Personenschäden.
  3. Geben Sie die Abwicklung des Verkehrsunfalls nicht aus den Händen! Dies sollte auch gelten, wenn die gegnerische Kfz-Haftpflichtversicherung die gesamte Schadenabwicklung angeboten hat. Hierdurch verschenken Sie häufig bares Geld. 
  4. Zur Durchsetzung und Regulierung des Schadenersatzes und des Schmerzensgeldanspruchs steht Ihnen als Geschädigter ein Anwalt Ihrer Wahl zu! Die Kosten des Rechtsanwalts sind grundsätzlich von der gegnerischen Kfz-Haftpflichtversicherung zu tragen. 

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